Diese Referenztabelle zeigt auf einen Blick, welcher Kaufpreisfaktor welcher Bruttomietrendite entspricht – und wie du das in der Praxis anwendest.

Die vollständige Tabelle

KaufpreisfaktorBruttomietrenditeBewertung
1010,0 %Sehr günstig – prüfe warum
128,3 %Ausgezeichnet
147,1 %Sehr gut
166,25 %Sehr gut
185,56 %Gut
205,0 %Gut
224,55 %Gut
244,17 %Okay
254,0 %Okay
273,7 %Schwach
303,33 %Teuer
333,03 %Sehr teuer
352,86 %Nur Wertsteigerung
402,5 %Spekulativ

Diese Tabelle richtig nutzen

Die Tabelle zeigt die Bruttomietrendite. Die Nettomietrendite liegt ca. 0,5–1,5 Prozentpunkte darunter. Berechne die echte Rendite inklusive aller Kosten mit unserem Mietrendite-Rechner oder check sofort mit dem Kaufpreisfaktor-Rechner.

Erfahrungswert: Eine Mietrendite unter 3 % lohnt sich in der Regel nur bei sehr starker Wertsteigerungserwartung. Zwischen 3–4 % ist das klassische „sicher, aber kein Selbstläufer". Ab 4,5 % Nettomietrendite beginnt echter Cashflow. In B- und C-Lagen findest du heute noch 5–7 % — aber nur, wenn du genau hinschaust.

Mietrendite Richtwerte nach Markttyp 2024

MarkttypKPFBruttomietrenditeNettomietrendite (ca.)
A-Stadt Toplage30–452,2–3,3 %1,6–2,5 %
A-Stadt Randlage22–303,3–4,5 %2,5–3,5 %
B-Stadt Zentrum18–254,0–5,6 %3,0–4,3 %
C-Stadt / Mittelstadt14–205,0–7,1 %3,8–5,5 %
Strukturschwache Lage8–147,1–12,5 %4,5–8,0 %

Rechenbeispiel: Mietrendite schritt für schritt

Kaufpreis: 280.000 € | Kaltmiete: 950 €/Monat

Bruttomietrendite = (950 × 12) ÷ 280.000 = 4,07 %

Kosten (Hausgeld, Verwaltung, Rücklagen ca. 25 % der Miete): abzuziehen

Nettomietrendite ca. 3,05 %

Was die Nettomietrendite wirklich schmälert

  • Nicht umlegbares Hausgeld: Verwalter, Instandhaltung, Rücklagen (1,50–3,00 €/m²/Monat)
  • Leerstandsrisiko: 1–2 Monatsmieten/Jahr einplanen
  • Kleinreparaturen: Faustregel 10 €/m²/Jahr für ältere Objekte
  • Steuer: Mieteinnahmen mit persönlichem Steuersatz versteuern
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Häufige Fragen

Was ist eine gute Mietrendite in Deutschland?

Für Kapitalanleger gilt: Nettomietrendite über 3,5 % ist gut, über 5 % sehr gut. In Metropolen (München, Berlin) sind 2,5–3 % Realität — dort zählt mehr die Wertsteigerung.

Wie unterscheidet sich Brutto- von Nettomietrendite?

Bruttomietrendite ignoriert alle Kosten. Nettomietrendite zieht laufende Kosten ab. Für echte Vergleiche immer die Nettomietrendite nutzen.

Ab welchem KPF ist eine Immobilie ein gutes Investment?

KPF unter 22 gilt als renditeorientiert, über 30 als wertsteigerungsorientiert. KPF Rechner →

FAQ: Mietrendite-Tabelle Übersicht

Wie lese ich eine Mietrendite-Tabelle richtig?

Eine gute Tabelle zeigt: KPF → Bruttorendite → typische Nettomietrendite → Cashflow-Indikation. Beispielreihe: KPF 15 / Brutto 6,7 % / Netto 4,5 % / Cashflow positiv. KPF 20 / Brutto 5 % / Netto 3 % / Cashflow leicht positiv. KPF 25 / Brutto 4 % / Netto 2 % / Cashflow negativ. KPF 35 / Brutto 2,9 % / Netto 1 % / Cashflow stark negativ.

Warum variieren Mietrendite-Tabellen zwischen verschiedenen Quellen?

Unterschiede entstehen durch: verschiedene Definition von Nettomietrendite (manche inkl. Steuern, manche exkl.), verschiedene Annahmen für Instandhaltung und Leerstand, regionsspezifische Hausgeld-Niveaus, aktuelle vs. historische Daten. Immer auf eigene Objekt-Kalkulation setzen — Tabellen sind Orientierungshilfe, kein Ersatz für individuelle Rechnung.

Welche KPF-Spanne gilt für welche Investorenstrategie?

KPF unter 15: Value-Investor / Cashflow-Maximierer (oft Problemlagen oder Sanierungsobjekte). KPF 15–22: Cashflow-Investor in B/C-Städten (Kernstrategie für solide Rendite). KPF 22–28: ausgewogene Gesamtrendite-Strategie. KPF 28–35: Wertsteigerungs-Investor in wachsenden B-Städten. KPF über 35: reine Wertsteigerungsstrategie in A-Städten (München, Frankfurt, Hamburg).